Mayer, Eduard Otto

* 29.3.1846 in Fürth (Bayern)

† 8.8.1924 in Hilpertsau (Nordschwarzwald)

Prof. Dr. jur., ord. Prof. der Rechte, Begründer des dt. Verwaltungsrechts.

Mitglied der B. Germania Erlangen (Kartellburschenschaft der B. Allemannia seit 18.5.1861) seit Beginn des WS 1864/65, Mitglied der B. Allemannia seit 15.4.1866.

Mayer ist bekannt als Klassiker der deutschen Verwaltungswissenschaft. Er hat ihr als einer gegenüber Privatrecht und Verfassungsrecht gleichermaßen eigenständigen Disziplin zum Durchbruch verholfen und dabei auch auf das Ausland gewirkt. Sein „Deutsches Verwaltungsrecht“ gilt als großer rechtsdogmatischer Beitrag zur Theorie des Rechtstaats. Ziel ist die Konstruktion allgemeiner Rechtsinstitute, welche die mannigfaltigen Verwaltungstätigkeiten – in der zuvor üblichen, L. v. Stein verpflichteten, sog. staatswissenschaftlichen Darstellung des Verwaltungsrechts der Hauptgesichtspunkt der Gliederung – durchdringen und übergreifen.

Mayer hat mit seinem verwaltungsrechtlichen Werk Wissenschaft, Rechtsprechung und Gesetzgebung nachhaltig beeinflußt. Das treibende Moment, welches in seinen Augen Verwaltungsrecht und Verwaltungsrechtswissenschaft mobilisiert, ist die Rechtsstaatsidee. Zentrale Begriffe sind von ihm präzisiert oder geschaffen worden: Souveränität, Gewaltenteilung, Gesetz, Rechtssatz, Gesetzesvorbehalt, Gesetzesvorrang, Verwaltung, Verwaltungsakt, Verwaltungsrecht, Verwaltungsrechtspflege, subjektives öffentliches Recht, öffentliche Gewalt, öffentliche Anstalt, öffentliche Unternehmung, öffentliches Eigentum, öffentlichrechtliche Entschädigung u.a.

Nachdem Verwaltungsrecht und Verwaltungsrechtswissenschaft die von ihm beabsichtigten Fortschritte gemacht hatten, konnte es nicht ausbleiben, daß seine Methode wegen ihres rechtspolitischen Impetus in Frage gestellt wurde. In der Weimarer Republik war eine stärkere Gesetzesorientierung gefragt, die im kaiserlichen Deutschland die Wissenschaft nicht weitergebracht hätte. Zudem änderten sich die Aufgaben der Verwaltung und ihre rechtliche Strukturierung. Es wurde üblich, sein Werk als Ausdruck eines nicht länger angemessenen formalistischen Positivismus und individualistischen Liberalismus zu werten. Beides sind jedoch historisch unzutreffende und die Auseinandersetzung mit ihm behindernde Etikettierungen. Wenn er nach wie vor eine gewisse Faszination auszustrahlen vermag, so wegen seiner konstruktiven Kraft, die immer wieder zu denken aufgibt, auch wenn man angesichts eines gewandelten Verwaltungsrechts eine abweichende Position zu formulieren hat.

Lebenslauf: aufgewachsen in Fürth (Bayern), Melanchthon-Gymnasium Nürnberg, Abitur Herbst 1864. Jurastudium: WS 1864/65 - WS 1865/66 Erlangen, SS 1866 Heidelberg, WS 1866/67 - SS 1867 Berlin, WS 1867/68 - SS 1868 Erlangen, 1. jur. Staatsexamen 1869, 2. jur. Staatsexamen 2.5.1871 in Ansbach. Dr. jur. am 2.8.1869 in Erlangen (römisch-rechtliche Dissertation). 1869 - 1871 Rechtspraktikant (Referendar), 2. jur. Staatsexamen 2.5.1871 in Ansbach. Juni - September 1871 praktische Tätigkeit in der Fürther Stadtverwaltung und bei einem Patenonkel (Vetter des Vaters), Justizrat Eduard Mayer, einem Rechtsanwalt in Köln, 1.11.1871 - 1.3.1872 plädierender Advokat in Straßburg (heute frz. Strasbourg), 1.3.1872 - 14.9.1880 Advokat-Anwalt am Landgericht in Mühlhausen (heute frz. Mulhouse) im Elsaß, 15.9.1880 - 1.11.1882 Rechtsanwalt in Straßburg, Habilitation in Straßburg (Arbeit über deutsches und französisches Zivil- und Handelsrecht), 8.2.1881 - 1.11.1882 Privatdozent für Jura ebenda, 1.11.1882 - 1887 a.o. Prof. der Rechte ebenda, 1887 - 1903 ord. Prof. für Verwaltungsrecht und französisches Zivilrecht ebenda, 1903 - 1918 ord. Prof. für Öffentliches Recht in Leipzig, 1919 - 1924 i.R. in Heidelberg, gestorben in seinem Landhaus in Hilpertsau im Nordschwarzwald (Besitz seit 1905) am 8.8.1924.

Sonstige Tätigkeiten: 1879 – 1880 Präsident der Anwaltskammer in Mühlhausen, ab 1896 im Straßburger Gemeinderat, 1880 - 1902 Syndikus der Universität Straßburg, Mitglied der Disziplinarkammer und der Verwaltungskommission des Senats der Universität Straßburg, mehrfach Dekan der jur. Fakultät, 1902/03 Rektor der Universität Straßburg, 1905/06 und 1912/13 Dekan der juristischen Fakultät der Universität Leipzig, 1913/14 Rektor der Universität Leipzig. 1907 – 1912 Stadtverordneter in Leipzig.

Werke:

-                Die Justa Causa bei Tradition und Usukapion (Dissertation 1871)

-                Die concurrence déloyale (1881)

-                Theorie des französischen Verwaltungsrechts (1886)

-                Deutsches Verwaltungsrecht, 2 Bde. (1895)

-                Das Staatsrecht des Königreichs Sachsen (1909)

-                Die Kaiser-Wilhelm-Universität Straßburg, Ihre Entstehung und Entwicklung (1922)

-                Autobiographie (1924)

 

Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Mayer

http://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php/Otto_Mayer

http://www.deutsche-biographie.de/sfz59544.html

www.bbkl.de/m/mayer_o.shtml

http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.burschenschaft.de/uploads/pics/otto_mayer.jpg&imgrefurl=http://www.burschenschaft.de/die-burschenschaft/bekannte-burschenschafter/nationaloekonomen-juristen-soziologen.html&usg=__ItxmwQ3anRclpaRW8-Qj1qp7jTM=&h=100&w=100&sz=5&hl=de&start=3&um=1&tbnid=uR9WIBfYuXBAlM:&tbnh=82&tbnw=82&prev=/images

%3Fq%3DOtto%2BMayer%26hl%3Dde%26sa%3DX%26um%3D1 

http://de.wikiquote.org/wiki/Otto_Mayer

http://books.google.de/books?id=VmnIbTchE-gC&pg=PA176&lpg=PA176&dq=Otto+Mayer+Jurist&source=bl&ots=oakx3TqMM-&sig=8fe4EMadu1UyXqePkewo7VW3WqA&hl=de&sa=X&ei=RWeGUbuWHM_esgaqqYHYBA&ved=0CEEQ6AEwBDgK#v=onepage&q=Otto%20Mayer%20Jurist&f=false

http://www.dhv-speyer.de/Studium/Vormsemester/Unterbringung.htm

 

 

 

Mendelssohn Bartholdy, Carl (ab 1860: Karl) Wolfgang Paul

* 7.2.1838 in Leipzig,

23.2.1897 in Königsfelden (Schweiz)

Prof. Dr. jur., Dr. philos., ord. Prof. der Geschichte.

Mitglied der B. Allemannia seit 27.7.1857. Mitglied der B. Normannia Göttingen im WS 1861/62.

Bruder von Paul Mendelssohn Bartholdy, Vetter 2. Grades von Max Weber. Schwager von Adolf Wach.

Sohn des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847). Seine geschichtliche Darstellung des griechischen Befreiungskampfes Anfang des 19. Jahrhunderts ist auch heute noch eine grundlegende Abhandlung dieser Zeit. Seit etwa 1860 schrieb er seinen Vornamen mit K: "Karl". Mitbegründer der SK-Burschenschaft Normannia Göttingen am 11.1.1862, die aber nur bis zum 1.5.1862 bestand.

Lebenslauf: aufgewachsen in Leipzig und Berlin, Abitur Sommer 1856 am französischen Gymnasium in Berlin. Jura- und Geschichtsstudium: WS 1856/57 Berlin, SS 1857 - SS 1860 Heidelberg. Dr. jur. Sommer 1859, Militärdienst: 1860/61 in Berlin. Dann WS 1861/62 in Göttingen. Dr. philos. Februar 1864, a. o. Prof. der Geschichte 1867, ord. Prof. der Geschichte 1868. 1864 - 1867 Dozent der Geschichte in Heidelberg, 1867 - 1868 a.o. Prof. der Geschichte in Heidelberg, 1868 - 1874 ord. Prof. der Geschichte in Freiburg, WS 1873/74 krankheitshalber beurlaubt in Baden-Baden, Mai 1874 - 1876 geisteskrank in Görlitz, 1876 - 1897 geisteskrank in einer Anstalt in Königsfelden in der Schweiz, dort am 23.2.1897 gestorben.

Werke:

-  "DE MONITIONE CANONICA", DISSERTATIO INAUGURALIS QUAM CONCESSU ET AUCTORITATE AMPLISSIMI JURE CONSULTORUM ORDINIS IN ALMA LITTERARUM UNIVERSITATE RUPERTO-CAROLA SCRIPSIT AUCTOR, HEIDELBERGAE. SUMPTIBUS J. C. B. MOHRII, MDCCCLX., die juristische Doktorarbeit über ein kirchenstrafrechtliches Thema, 1860.-

-   "Der Rastatter Gesandtenmord" mit Benutzung handschriftlichen Materials aus den Archiven von Wien und Karlsruhe. Heidelberg, Verlagsbuchhandlung von Fr. Bassermann, 1869. Eine scharfsinnige Analyse, daß allein Frankreich Interesse am Tod seiner eigenen Diplomaten gehabt haben konnte, die am 28.4.1799 unter ungeklärten Umständen bei der Abreise von einem Diplomatentreffen ermordet wurden.-

-    "Der Rastatter Gesandtenmord und die Anekdotensammlung des Herrn Zandt sen." Heidelberg, Verlagsbuchhandlung von Fr. Bassermann, 1869. Eine giftige und süffisante Replik auf die unsachlichen Anwürfe, die ein gewisser Herr Zandt zu letztgenanntem Werk veröffentlicht hatte.

-   "Geschichte Griechenlands von der Eroberung Konstantinopels durch die Türken im Jahre 1453 bis auf unsere Tage" in zwei Theilen: Erster Theil: Von der Eroberung Konstantinopels durch die Türken bis zur Seeschlacht von Navarin. (= 15. Band der Staatengeschichte der neuesten Zeit); Zweiter Theil: Von der Übernahme der Verwaltung durch Kapodistrias bis zur Großjährigkeit des König Otto (= 20. Band der Staatengeschichte der neuesten Zeit), Verlag von S. Hirzel, Leipzig, 1870 und 1874. Den im zweiten Teil angekündigten dritten Teil konnte er krankheitshalber nicht mehr vollenden. Die „Geschichte Griechenlands“ gilt als sein Hauptwerk, das auch heute noch, vor allem in Griechenland selbst, als Standarddarstellung des griechischen Freiheitskampfes angesehen wird.

 

Links:

www.panwitz.net/person/mendelb/karl.htm

de.wikipedia.org/wiki/Carl_Wolfgang_Paul_Mendelssohn_Bartholdy

de.wikisource.org/wiki/ADB:Mendelssohn_Bartholdy,_Karl

https://portal.d-nb.de/resolver.htm?referrerResultId=idn%253D118580779%2526any&referrerPosition=0&identifier=116881100

books.google.de/books (Inaugural-Dissertation)

www.archive.org/details/demonitionecano00bargoog

openlibrary.org/b/OL14009701M/Geschichte_Griechenlands

openlibrary.org/b/OL16249229M/Geschichte_Griechenlands

books.google.com/books

books.google.com/books

books.google.com/books

books.google.com/books

books.google.com/books

books.google.com/books

https://peter-hug.ch/lexikon/11_0464#N0100

dispatch.opac.d-nb.de/DB=4.1/REL

www.hermesprojekt.de/de/lebensgemeinschaft/service/literatur/tuerkei.htm

de.wikipedia.org/wiki/Rastatter_Gesandtenmord 

www.rastatt-info.de/gesandtenmord.htm

www.zeno.org/Meyers-1905/A/Rastatt

http://www.archive.org/details/zurlsungderrast00helfgoog

 

 

 

 

Mendelssohn Bartholdy, Paul Felix Abraham

* 18.1.1841 in Leipzig

† 17.2.1880 in Berlin

Dr. philos., Generaldirektor und Mitbesitzer der A.G.F.A.

Mitglied der B. Allemannia seit 9.5.1859. Mitglied der B. Normannia Göttingen im WS 1861/62.

Bruder von Karl Mendelssohn Bartholdy, Vetter 2. Grades von Max Weber, Schwager von Adolf Wach, Schwager von Franz Oppenheim.

Sohn des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847). Mitgründer der Firma AGFA (Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation) zusammen mit Carl Alexander von Martius in Berlin 1867.

Lebenslauf: aufgewachsen in Leipzig und Berlin, 1841 - 1853 in Leipzig, 1853 - 1857 in Berlin, Besuch des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums bis zur Obertertia, dann Abbruch der Schulausbildung, 1857 - 1858 Beginn einer kaufmännischen Lehre bei der Leipziger Commandite des bek. Manchester-Hauses P. Schunck, Souchay & Co. (Verwandte der Mutter), 1858 Abbruch der Lehre, 1858 - 1859 Privatunterricht und Abitur in Leipzig. Chemiestudium: SS 1859 - SS 1863 Heidelberg. Dr. philos. 1863 in Heidelberg bei Robert Wilh. Bunsen. 1864 - 1866 Arbeit im chemischen Labor der Berliner Universität (zusammen u.a. mit C. A. von Martius), hauptsächlich über organ. Chemie unter Prof. August W. von Hofmann, dem "Altmeister der Anilinfarben", 1867 - 1880 Mitbegründer (zusammen mit Carl Alexander von Martius) und Mitbesitzer der "Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation" (A.G.F.A., später einfach "AGFA" genannt) in Rummelsburg bei Berlin, 1873 Vergrößerung des Unternehmens durch Ankauf der Jordan’schen Farbenfabrik in Berlin-Treptow, Beginn der Weiterverarbeitung des Anilins zu Farbstoffen (Fuchsin, Anilinblau, Methylviolett, Malachitgrün, Triphenylmethangrün). Paul Mendelssohn Bartholdy war in der Firma hauptsächlich für den Absatz der Produkte verantwortlich, Carl Alexander von Martius für den Betrieb selber. Gestorben am 17.2.1880 in Berlin an einer die letzten Jahre fortschreitenden Herzkrankheit; sein Schwager Franz Oppenheim übernahm die Firma und führte sie später durch die Produktion photographischer Platten zur Weltgeltung.

 

Links:

de.wikipedia.org/wiki/Paul_Mendelssohn_Bartholdy

de.wikipedia.org/wiki/Paul_Mendelssohn_Bartholdy_der_%C3%84ltere

wapedia.mobi/de/Paul_Mendelssohn_Bartholdy_der_%C3%84ltere

www.flickr.com/photos/panwitz/3219699347/

www.markenpunkt.de/c,a,agfa

www.flickr.com/photos/panwitz/3216500930/

www.luise-berlin.de/bms/bmstxt99/9907proe.htm

www.chemieforum-erkner.de/chemie-geschichte/personen/mendelssohn-barth.htm

www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/39503.html

www.welt.de/print-welt/article335256/Agfa_Gevaert_kappt_die_Wurzeln.html

www.markenlexikon.com/produkte_a.html

www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/ausgeknipst-und-abgewickelt;976947

books.google.de/books

 

 

Nerenz, Carl Friedrich Johann

* 9.10.1839 in Dresden

3.4.1870 in Kairo (Ägypten)

Generalkonsul des Deutschen Bundes in Kairo.

Mitglied der B. Allemannia seit 30.4.1858.

Lebenslauf: aufgewachsen in Berlin, Abitur am Kgl. Friedrich-Wilhelms-Gymnasium 7.10.1857. Jurastudium: WS 1857/58 Berlin, SS 1858 - SS 1859 Heidelberg, WS 1859/60 - SS 1860 Berlin, 1. jur. Staatsexamen 1860, 2. jur. Staatsexamen Herbst 1862 in Berlin, 3. jur. Prüfung Anfang 1866. Dr. jur. 20.3.1861 in Berlin. 1862 - 1866 Referendar in Berlin beim Stadtgericht und beim Kammergericht, 1867 Wechsel in den Geschäftsbereich des preußischen Ministers für auswärtige Angelegenheiten, mit Aussicht auf interimistische Verwaltung des Vizekonsulats in Kairo, 27.4.1867 - 1.5.1868 Urlaub auf eigenen Wunsch, 23.3.1868 Ernennung zum Vizekonsul in Kairo, 1868 - 1870 Preußischer Vizekonsul und Generalkonsul des Norddeutschen Bundes in Kairo, gestorben am 3.4.1870 in Kairo in Ägypten.

 

Links:

www.worldcat.org/oclc/65139548

http://de.wikisource.org/wiki/Ernennung_zu_Deutschen_Bundeskonsuln._Vom_27._August_1868

http://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jpvolume_00124851

 

 

Oppenheim, Franz

* 13.7.1852 in Berlin

† 13.2.1929 in Kairo (Ägypten)

Dr. h.c. der Technischen Hochschule Charlottenburg 1922, Geheimrat Dr. phil., Dr. ing. h.c.

Mitglied der B. Allemannia vom 14.4.1872 bis 1.3.1922.

Schwager von Paul Mendelssohn Bartholdy.

Franz Oppenheim übernahm nach dem Tod seines Schwagers Paul Mendelssohn Bartholdy die Leitung der von diesem mitgegründeten chemischen Fabrik "Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation", A.G.F.A., später einfach "AGFA", "Agfa" oder "agfa" genannt. Oppenheim entwickelte das Werk - zuletzt als dessen Generaldirektor - von einem kleinen, chemischen Betrieb für Anilinfarben in Berlin zu einer Firma von Weltgeltung, vorwiegend durch die Produktion photographischer Platten und Filme, bis sich die Firma 1925 mit anderen, bedeutenden, chemischen Firmen in Deutschland zur "IG Farben" zusammenschloß.

Bemerkungen zur Verwandtschaft: Franz Oppenheims Großvater mütterlicherseits war Alexander Mendelssohn (1798 - 1871), ein Vetter des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy. Dessen Sohn Paul Mendelssohn Bartholdy war in erster Ehe mit Franz O.s Schwester Else O., nach deren Tod mit seiner Schwester Enole O. verheiratet. Siehe auch dessen zahlreiche Verwandtschaft in der Allemannia. Franz Oppenheim selbst war in erster Ehe verheiratet mit Elsbeth (Elsa) Wollheim, der Tochter des Kohlengroßhandelskaufmanns Caesar Wollheim (1814-1882). Nach ihrem Tod heiratete er 1904 Margarete Reichenheim, geb. Eisner (1857-1935), die Witwe des Heidelberger Allemannen Georg Reichenheim (1842-1903). Dessen jüngerer Bruder, ebenfalls Allemanne, Max Reichenheim (1853-1924) war mit Martha Wollheim, einer Schwester von Elsbeth Oppenheim, geb. Wollheim, verheiratet.

Lebenslauf: Aufgewachsen in Berlin-Charlottenburg, Stettin und (ab 1872) in Berlin, 1868 - 1872 Wilhelms-Gymnasium Berlin, Abitur 1872. Naturwissenschaftsstudium (Chemie): SS 1872 Heidelberg, WS 1872/73 - SS 1873 Berlin, WS 1873/74 - SS 1874 Heidelberg, WS 1874/75 - SS 1877 Bonn. Dr. phil. nat. Herbst 1877 in Bonn (Wirkung von Phosphor-Bromit auf Diäthyloxamid analog der Wirkung auf Chlorphosphor). Oktober 1877 - Februar 1878 Assistent am physiologischen Institut der Universität Bonn (bei Eduard Pflüger, Unterstützung bei Untersuchungen zur Elementaranalyse stickstoffhaltiger Körper), Sommer 1878 kurze Aushilfstätigkeit in der Düngemittelfabrik Vorster & Grüneberg in Kalk bei Köln, Oktober 1878 - Ende 1879 Volontär-Chemiker bei der chemischen Technik in der Düngemittelfabrik Vorster und Grüneberg in Kalk bei Köln (stellv. Leiter der Salpeterproduktion), nach Kenntnis des schlechten Gesundheitszustandes seines Schwagers Paul Mendelssohn Bartholdy trat er im Januar 1880 aushilfsweise in dessen Firma A.G.F.A (Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation) in Rummelsburg bei Berlin ein, nach dessen Tod am 17.2.1880: 1880 - 1886 führende Tätigkeit in der A.G.F.A., zunächst Leitung des Anilinwerks in Rummelsburg bei Berlin, 1886 - 1896 Mitglied der Geschäftsführung der A.G.F.A., 1898 - 1925 Bestimmende Persönlichkeit der Geschäftsführung der A.G.F.A.; er führt das Unternehmen zur Weltgeltung (Generaldirektor). Unter seiner Leitung wuchs die Agfa zu einem Weltunternehmen heran, das auch in Wolfen (seit 1896), Moskau, Libau und bei Lyon produzierte und Pharmazeutika, synthetische Riechstoffe, photographische Platten und Filme sowie Kunstseide in sein Programm aufnahm. 1889 Angliederung einer Photographischen Abteilung, die sich später zur größten Fabrik für photographische Platten und Filme in Europa entwickelte, 1904 Verlegung der photographischen Werke nach Wolfen bei Bitterfeld in Sachsen (besserer Standort wegen der Wasser- und Abwasserversorgung), nachdem mehrere Versuche im Rhein-Main-Gebiet scheiterten. Dem oft ruinösen Wettbewerb der deutschen Farbenfabriken setzte er schon 1893 den Versuch der freundschaftlichen Absprache zur gemeinsamen Ausnutzung der neuen Stoffklasse entgegen. 1904 "Dreibund", Interessenvereiningung der AGFA mit der BASF und der Firma Leopold Cassella, 1925 ging das Unternehmen AGFA in der IG Farben auf Franz Oppenheim starb am 13.2.1929 auf einer Reise in Ägypten in Kairo.

Sonstige Tätigkeiten: Er wirkte mit bei der Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (heute: Max-Planck-Ges.), der Errichtung des Deutschen Museums in München, der Verwaltung des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Chemie, der Justus-Liebig-Gesellschaft, der Adolf-Baeyer-Ges., der Emil-Fischer-Gesellschaft (jeweils im Vorstand). Inhaber von Vorstandsämtern im Verein zur Wahrung der Interessen der chem. Industrie Deutschlands und der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie.

 

Links:

http://www.luise-berlin.de/bms/bmstxt99/9907proe.htm

http://www.chemie.de/lexikon/Franz_Oppenheim.html

de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheim

wapedia.mobi/de/Franz_Oppenheim

www.economy-point.org/f/franz-oppenheim.html

www3.interscience.wiley.com/journal/112364249/abstract

www.flickr.com/photos/panwitz/4057073039/

www.chemieforum-erkner.de/chemie-geschichte/personen/oppenheim_f.htm

spurensuche-architektur.de/messel/werke/vertiefer_werke/vertiefer_lhfroppenheim.htm

www.flickr.com/photos/panwitz/4051562307/

www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/verwaltung/denkmalschutz/denkmal-des-monats-2009.html

www.gesellschaftderfreunde.de/o.htm

www.skyscrapercity.com/archive/index.php/t-995339.html

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ange.19300430702/abstract?systemMessage=Wiley+Online+Library+will+be+disrupted+on+11+May+from+10%3A00-12%3A00+BST+%2805%3A00-07%3A00+EDT%29+for+essential+maintenance

http://de.economypoint.org/f/franz-oppenheim.html

http://www.lostart.de/Content/051_ProvenienzRaubkunst/DE/Sammler/O/Oppenheim,%20Margarethe.html?nn=5144&lv2=5682&lv3=9004

http://www.berlin.de/aktuell/12_01/ereignisse/aktuell_369686.html

http://www.geni.com/people/Margarete-Oppenheim/6000000002802414451

 

 

Peyer, Otto Rudolf

* 27.7.1839 in Sorau (heute poln. Żary), Niederlausitz,

† 18.6.1899 in Dresden

Gesandter bei den fünf zentralamerikanischen Staaten mit Sitz in Guatemala.

Mitglied der B. Allemannia seit 26.5.1859.

Lebenslauf: aufgewachsen in Sorau (heute poln. Żary), Niederlausitz. Jurastudium: Studiengang vor SS 1859 nicht bekannt, SS 1859 - SS 1860 Heidelberg, WS 1860/61 Berlin. Große juristische Staatsprüfung am 12.1.1868. 1862 - 1868 Auskultator beim Appellationsgericht in Halberstadt (im preuß. Staatsdienst), dann in den Gerichten in Sorau (heute poln. Żary) in der Niederlausitz und Breslau, 1868 - 1872 weiter als Richter tätig, ab Mai 1872 mehrmonatige Vorbereitungszeit für den Dienst in auswärtigen Amt, 1873 - 1875 Vizekonsul des Generalkonsulats in Alexandria in Ägypten, während der Sommer 1873 und 1874 aushilfsweiser Dienst in der handelspolitischen Abteilung des Auswärtigen Amtes, 1875 - 1877 Kaiserlicher Konsul in Havre de Grace in Frankreich, weiterhin zeitweise Hilfsdienste im Auswärtigen Amt in Berlin, Mai 1877 Wirklicher Legationsrat und vortragender Rat in der Personalien-Abteilung des Auswärtigen Amtes, Dezember 1880 - Dezember 1891 kaiserlicher Minister-Resident in Carácas (Venezuela), 1891 - 1895 Gesandter bei den fünf zentralamerikanischen Staaten mit Sitz in Guatemala, 1895 - 1899 i.R. in Dresden, gestorben am 18.6.1899 in Dresden.

 

Links:

http://books.google.de/books?id=pXWJpFbz1AoC&pg=PA91&lpg=PA91&dq=otto+rudolf+peyer&source=bl&ots=42LlhpQw66&sig=2xX_Wl4r_OAl65N2GtGXmhQrGcw&hl=de&sa=X&ei=d4mHUfuYCcKWtAaByoCYBA&sqi=2&ved=0CDsQ6AEwAg#v=onepage&q=otto%20rudolf%20peyer&f=false

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Freiherr von Schenck zu Schweinsberg, Gustav Adolf Carl Rudolf

* 24.3.1843 in Sterbfritz (Bez.Kassel),

16.10.1909 in Schweinsberg

Diplomat.

Mitglied der B. Allemannia vom 5.5.1862 bis SS 1904.  

Lebenslauf: aufgewachsen in Schmalkalden und Rinteln / Weser, bis 1858 Privatunterricht im elterlichen Hause in Schmalkalden, 1858 - 1862 Gymnasium in Rinteln (ab Sekunda), Abitur 1862. Jurastudium: SS 1862 - SS 1863 Heidelberg, WS 1863/64 - SS 1864 Göttingen, WS 1864/65 - SS 1866 Marburg, 1. jur. Staatsexamen am 7.6.1866 in Marburg (Fakultätsprüfung), 2. jur. Staatsexamen am 5.4.1867 (Referendar-Staatsprüfung). 2.6.1867 - 3.9.1867 Referendar beim Amtsgericht Kassel, 3.9.1867 - 27.2.1869 Referendar beim Kreisgericht Marburg, 1.3.1869 - 6.7.1869 Referendar beim Amtsgericht II Kassel, 7.7.1869 - 31.10.1869 Referendar beim Amtsgericht Lichtenau, 1.11.1869 - 28.2.1870 Referendar beim Amtsgericht I Kassel, 1.3.1870 - 9.6.1870 beim Staatsministerium dort drei Zeilen unleserlich (bis 1873), 7.4.1873 - 24.4.1873 Assessor beim Kreisgericht Kassel, 24.4.1873 - 18.5.1873 Assessor beim Amtsgericht II Kassel, 18.5.1873 Gesuch um Zulassung zu (unleserlich), 1.6.1873 Dienst angetreten, 2.5.1880 zur Aushilfe nach Konstantinopel entsandt, 20.5.1880 als stellvertretender Geschäftsträger nach Bukarest (rumän. Bucureşti), 26.5.1880 in Bukarest eingetroffen, 1.9.1880 Geschäfte übergeben, 4.9.1880 wieder bei Abt.I, 15.9.1880 als Legationsrat in Madrid ernannt, 29.9.1880 in Madrid eingetroffen, 13.12.1880 Char. als ??, 20.7.1881 zum Ministerialrat in Chile ernannt, 1.11.1881 in Santiago eingetroffen, 18.11.1885 6 Monate Urlaub, "den er mit Rücksicht auf den Stand der ?? Kriegsreklamationen deutscher Reichsangehöriger nach seinem Ermessen angetreten hat", 7.5.1886 Empfang bei S.M. (Seiner Majestät), 3.7.1886 zum Gesandten in Teheran ernannt, 10.10.1886 in Teheran eingetroffen, 18.6.1889 bittet aus gesundheitlichen Gründen um Enthebung vom Posten und um Übertragung eines Europäischen, 5.1.1892 Versetzung mangels ?? nicht möglich, 7.2.1893 zum Gesandten in Peking ernannt, 2.5.1896 zum Gesandten in Tanger ernannt, 6.6.1896 abberufen, hat Peking verlassen, 26.7.1896 drei Monate Urlaub in Marienbad, 3.9.1896 z. M.G.R. m.d. ?? ernannt, 2.9.1896 Vorlage an S.M. betr. Ernennung Schencks und ?? zu M.G.R., Marginale Seiner Majestät: "haben durch Ihre genaue Kenntnis der eigenartigen Verhältnisse der betreffenden Länder gute Dienste geleistet: ich meine, in China hat er notorisch geschadet.", 16.7.1896 in Tanger eingetroffen, 8.6.1899 Mitteilung, daß S.M. den Posten in Tanger anderweitig zu besetzen beabsichtige und Schenck deshalb in den einstweiligen Ruhestand versetzt wird. (Die mit „??“ bezeichneten Stellen sind in der Originalakte des Auswärtigen Amtes unleserlich.)

 

Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Leiter_der_deutschen_Vertretung_in_Teheran

http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Adolf_Schenck_zu_Schweinsberg

http://www.deutsche-biographie.de/sfz111608.html

http://toolserver.org/~apper/pd/person/Gustav_Adolf_Schenck_zu_Schweinsberg

http://www.dhm.de/ausstellungen/tsingtau/katalog/auf4.htm

http://lagis.online.uni-marburg.de/de/subjects/idrec/sn/bio/id/8599

http://de.academic.ru/dic.nsf/pierer/45673/Schenck

http://www.trautvetterfischerverlag.de/schenk.htm

http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/2388807

http://books.google.de/books?id=pXWJpFbz1AoC&pg=PA153&lpg=PA153&dq=Gustav+Adolf+Schenck+zu+Schweinsberg&source=bl&ots=42LlhqOz31&sig=_nv5ZRREm6ldtyzgCUPJlVELiO0&hl=de&sa=X&ei=wamHUdKrMcbtsgboroDYCg&ved=0CEcQ6AEwBDgK#v=onepage&q=Gustav%20Adolf%20Schenck%20zu%20Schweinsberg&f=false

 

 

Sauerhering, Friedrich Karl Gustav

* 14.3.1865 in Berlin

14.4.1943 in Ballenstedt / Harz

Dr. phil., Besitzer des Wellersberg-Verlages in Ballenstedt am Harz.

Mitglied der B. Allemannia seit 1.5.1885.

Sauerhering veröffentlichte verschiedene kunstgeschichtliche Verzeichnisse und Bücher.

Lebenslauf: Aufgewachsen in Berlin und Stade, bis Ostern 1879 Besuch des Friedrich-Gymnasiums in Berlin, Ostern 1879 - Ostern 1885 Gymnasium Stade, Abitur 1885. Philologiestudium: SS 1885 - SS 1886 Heidelberg, WS 1886/87 - WS 1889/90 Göttingen, Dr. phil. 4.12.1889 in Göttingen, danach noch ein Jahr studienhalber in Berlin. Ab Mitte Januar 1881 - 1916 Anstellung als Redakteur von Brockhaus’ Konversationslexikon in Leipzig, er verlor die Stelle durch den Krieg, 1917 - 1921 bei der Firma Bleickert & Cie (Reklame), 1921 - 1924 im Montanus-Verlag in Siegen tätig, 1924 - 1926 Mitarbeiter bei Meyers Konversationslexikon in Leipzig, 1926 - 1943 Gründer und Besitzer des Wellersberg-Verlages in Ballenstedt am Harz; er verlegte als Schriftsteller auch eigene Werke sowie von Hugo Otto Kleine (1898-1971), gestorben am 14.4.1943 in Ballenstedt.

Werke:

-       Vademecum für Künstler und Kunstfreunde; Ein systematisch nach Stoffen geordnetes Verzeichnis der bedeutendsten Malerwerke aller Zeiten“ (5 Teile): Teil I: Geschichtsbilder, 1896; Teil II: Genrebilder, 1897; Teil III: Bildnisse, 1904; Teil IV; Teil V; Fachausdrücke aus Kunstgeschichte und Kunsttechnik in Wort und Bild erläutert, Stuttgart 1905;

-       Madonnen mit kunstgeschichtlichen Beinamen“ (1915); Paracaidas.

-       Die Lösung der Dreiteilung des Winkels“ (1929).

 

Links:

www.jstor.org/pss/27597686

opac.khi.fi.it/cgi-bin/hkhi_de.pl

www.worldcat.org/oclc/72260845

http://www.worldcat.org/search?q=au%3ASauerhering%2C+Friedrich&qt=hot_author

www.worldcat.org/search;

 

 

Schilling, Helmut

* 28.8.1906 in Bern (Schweiz)

† 11.2.1984 in Bern (Schweiz)

Dr. phil., freischaffender Schriftsteller

Helmut Schilling machte sich als Schweizer Schriftsteller des 20. Jahrhunderts einen Namen. Er war u.a. Präsident der Gesellschaft der Schweizerischen Dramatiker, erhielt mehrere Literaturpreise.

Lebenslauf: Aufgewachsen in Bern (Schweiz), Abitur 1925 am Literarischen Gymnasium in Bern. Philologiestudium: WS 1925/26 Bern, SS 1926 - SS 1927 Heidelberg, WS 1927/28 Paris, SS 1928 - WS 1928/29 Berlin, SS 1929 - SS 1930 Heidelberg. 1. philologisches Staatsexamen 1930 in Karlsruhe, Dr. phil. SS 1930 in Heidelberg, 2. philologisches Staatsexamen 1932 in Freiburg. 1930 - 1932 Studienreferendar in Bern, ab 1932 Studienassessor, Studienreisen innerhalb Europas, in der Folge auch in Amerika, Afrika und Asien ("zwischen Griechenland und Wales, zwischen Gibraltar und den masurischen Seen, auf Barkenfahrten auf dem Nil, auf Stollenfahrten in den Silberminen von Texas"). Ab 1938 (inzwischen Schweizer Bürger geworden) freier Schriftsteller in Bern, als literarischer Kritiker, Rundfunkautor und -Sprecher, später auch zugleich als Gymnasiallehrer in Bern (Schweiz), 1958 - 1968 Präsident der Gesellschaft der Schweizerischen Dramatiker. 1966 3. Preis im internationalen Schauspielwettkampf für "Jugendliche" der europäischen Hauptstädte als Autor des Stückes "Dromo der Schlaue", 1968 Literaturpreis der Stadt Bern, gestorben 11.2.1984 in Bern.

Werke:

-                „Die siebente Brücke“, Novellen

-                „Das wandernde Lied“, Erzählungen aus fünf Erdteilen

-                „Die blinden Augen“, Erzählung

-                „Das letzte Gespräch“, Prosadichtung

-                „Der Quell“, Gedichte

-                „Die Zwillingsbrüder“, Erzählung

-                „Begegnung mit Mak“, Roman

-                „Die Kartenlegerin“, Novelle

-                „Der Herr in Schwarz“, Prosaband

-                „Palette“, Novellensammlung

-                „Experiment René“, Schauspiel

-                „Die Würfel sind gefallen“, ein Hutten-Drama

-                „Passagier sieben“, Schauspiel

-                „Das Friedensspiel“, dramatisches Versspiel

-                „Dromo der Schlaue“, ein fröhliches Spiel nach alten Motiven

-                „Das kleine Narrenspiel“

-                „Flucht“, Einakter

-                „Peter Struwel lebt“, Schimpfspiel

-                „Der Auftrag“, zwei Akte

-                „Erbschaft“, Komödie

 

Links:

http://tls.theaterwissenschaft.ch/wiki/Helmut_Schilling

http://books.google.de/books?id=T2K0MTQmhV4C&pg=PA1921&lpg=PA1921&dq=Helmut+Schilling+bern+schriftsteller&source=bl&ots=OVz_yGALQr&sig=lRrOnzZj7JFJZFK__-UMylxfl5c&hl=de&sa=X&ei=f66HUcy0MofgtQa-nIDQAg&sqi=2&ved=0CD0Q6AEwAg#v=onepage&q=Helmut%20Schilling%20bern%20schriftsteller&f=false

books.google.de/books

www.worldcat.org/search

openlibrary.org/b/OL6118203M/blinden_Augen_Erzählung.

openlibrary.org/b/OL4816206M/Zwillingsbrüder

books.google.de/books

stabue.com/Veranstaltungen.pdf

http://www.st-galler-buehne.ch/archiv_fruehjahr.htm

http://bernensia.ch/biographien/schilling1906.php

 

 

Schipper, Jakob

* 19.7.1842 in Midogge (Oldenburg)

† 20.1.1915 in Wien

Prof. Dr. phil., Ordinarius für englische Philologie.

Mitglied der B. Allemannia seit 25.4.1863.  

Jakob Schipper war zusammen mit Otto Gierke und Adolf Wach einer der drei amtierenden Universitätsrektoren (Univ. Wien, Berlin und Leipzig) und Mitglieder der B. Allemannia, die auf der Feier zur 100. Wiederkehr der Wiedergründung der Universität Heidelberg 1903 in Couleur erschienen. Im Arkadenhof der Wiener Universität hängt eine Gedenktafel: Jakob Schipper, Professor der englischen Philologie 1877-1913, mit Kopfrelief. In Wien-Floridsdorf wurde die Schippergasse nach ihm benannt.

Lebenslauf: aufgewachsen in Jever, Abitur am Gymnasium Jever Ostern 1863. Theologiestudium (nicht beendet): SS 1863 - SS 1864 Heidelberg, WS 1864/65 Berlin, Neuphilologiestudium: SS 1865 - WS 1866/67 Bonn. Staatsexamen für neuere Sprachen 7.12.1867 in Bonn. Dr. phil. 12.1.1867 in Bonn. 1868 - 1869 Privatsekretär in Paris uns Italien, Herbst 1869 - Herbst 1871 in London und Oxford (Neuberarbeitung des englischen Wörterbuchs von Prof. Bosworth), Herbst 1871 provisorische Übernahme und am 6.4.1872 Berufung als Ordentlicher Professor auf dem neueingerichteten Lehrstuhl für neuere Sprachen an der Universität Königsberg, Ostern 1877 - 1913 Ordentlicher Professor für englische Philologie an der Universität Wien, Leiter des englischen Seminars und Proseminars, wirkliches Mitglied der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Direktor der k.u.k. wissenschaftlichen Prüfungskommission für das Lehramt an Gymnasien, Realschulen und Mädchenlyceen, 1886 - 1887 Dekan der philosophischen Fakultät der Universität Wien, 1901 - 1902 Rektor der Universität Wien, gleichzeitig mit ihm waren die Heidelberger Allemannen Otto Gierke in Berlin und Adolf Wach in Leipzig ebenfalls Universitätsrektoren. 1914 - 1915 i.R. in Wien, gestorben am 20.1.1915 um 14 h nach langem Leiden, beigesetzt am 22.1.1915 auf dem Döblinger Friedhof in Wien.

Werke:

-                "De versu Marlovii" (Dissertation),

-                "Englische Alexius-Legenden",

-                "Alte englische Metrik",

-                "William Dunbar",

-                "Neuenglische Metrik",

-                "Zur Kritik der Shakespeare-Bacon-Frage",

-                "The Poems of William Dunbar",

-                "Grundriß der englischen Metrik",

-                "Der Bacon-Bazillus",

-                "König Alfreds Übersetzung von Bedas Kirchengeschichte",

-                "Gedenkrede auf Robert Burns",

-                "Alt- und Mittelenglisches Übungsbuch",

-                "The Poems of Walter Kennedy",

-                "Alte Bildung und moderne Kultur".

 

Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_Schipper

http://en.wikipedia.org/wiki/Jakob_Schipper

openlibrary.org/a/OL1968620A/Jakob_Schipper

books.google.de/books

www.jacketflap.com/persondetail.asp

www.histdoc.net/pro/autriche.html

www.burschenschaft.de/die-burschenschaft/bekannte-burschenschafter/literaturwissenschaftler-philologen-paedagogen.html

de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stra%C3%9Fennamen_von_Wien/Floridsdorf

http://www.flipkart.com/history-english-versification-jakob-schipper/1120119162-2fx3f9c8tc

http://www.goodreads.com/author/show/1855567.Jakob_Schipper

 

 

Schneider, Friedrich

* 14.10.1887 in Greiz (Thüringen)

11.1.1962 in Greiz (Thüringen)

Prof. Dr. phil., Historiker, Dante-Forscher.

Mitglied der B. Allemannia seit 16.4.1907.

Friedrich Schneider war ein bedeutender Dante-Forscher. 1967 wurde in Greiz eine Straße nach ihm benannt (Prof.-Dr.-Friedrich-Schneider-Straße).

Lebenslauf: Aufgewachsen in Greiz (Thüringen), Abitur am Gymnasium in Greiz. Philologie- und Geschichtsstudium: SS 1907 - SS 1908 Heidelberg, WS 1908/09 - SS 1909 Wien, WS 1909/10 Heidelberg, SS 1910 Jena, 1910 - 1911 zu Hause in Greiz zur Examensvorbereitung, philologisches Staatsexamen 1911 in Jena. Dr. phil. 1911 in Jena. 1911 - 1914 Privatgelehrter in Greiz, 1919 - 1920 Privatdozent der Geschichte in Breslau 1920 - 1921 nach Greiz berufen zur Ordnung des Staats- (jetzt: Landes-)archivs, 1921 Umhabilitation nach Jena, 1924 - 1935 a.o. Prof. der Geschichte in Jena, Leiter des Historischen Seminars und Archivrat der Stadt Greiz, 1935 - 1956 Ordinarius der Geschichte an der Universität Jena und Staatsarchivrat in Greiz, 1956 - 1962 i.R. in Greiz, gestorben am 11.1.1962 in Greiz.

Werke:

-       „Die Entstehungszeit der ‚Monarchie’ Dantes“, 1922

-       „Gioele Solari, Il pensiero politico di Dante”, in: Rivista Storia Italiana 1, Neapel 1923

-       „Dante, Sein Leben und sein Werk“, 1935 (Neubearbeitung Weimar 1960, 5. Aufl.)

-       „Dante. Eine Einführung in sein Leben und sein Werk“ (1940)

-       „Mißverständnis und Glück um Dante“ (dt.), in: Medioevo e rinascimento. Studi in onore di Bruno Nardi, Florenz 1955

-       „Deutsches Dante Jahrbuch”, ständiger Herausgeber

Dante-Ausgaben von Friedrich Schneider:

-       „De monarchia libri tres“ (Drei Bücher über die Monarchie; polit.-gesch.philos. Schr.). Entstanden um 1310. Erstausg. Basel 1559. Ausgg.: Friedrich Schneider (Faks.-Druck der Berliner Hs.), 1930;

-       „Briefe an die Fürsten und Völker Italiens und an Kaiser Heinrich VII.“ (Faks.-Druck), eingel. u. hrsg. v. Friedrich Schneider, 1930;

-       „Die Hss. des Briefes Dantes an Can Grande della Scala“ (Faks.-Druck), hrsg. u. eingel. v. Friedrich Schneider, 1933.

-       „Le Opera di Dante. Testo critico della Società Dantesca Italiana”, Florenz 1921.

 

Links:

de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schneider_(Historiker)

www.jstor.org/pss/27613435

www.jstor.org/pss/27604666

books.google.de/books

www.worldcat.org/oclc/12561980

http://de.wikipedia.org/wiki/Vita_Nova

http://www.thulb.uni-jena.de/-p-59310.html?rewrite_engine=id

 

 

Thiemann, Hans August

* 26.1.1911 in Rixdorf, Berlin-Neukölln

† 26.1.2002 in Hamburg

Dr. jur., Erster Oberstaatsanwalt in Hamburg, Kunstmäzen und –Sammler.

Mitglied der B. Allemannia seit 27.4.1929.

Sein Privatinteresse war das Sammeln moderner Keramiken. Seit 1988 Ehrenkurator für zeitgenössische Keramik an der modernen Abteilung des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg. Förderer, Vorstands- und Ehrenmitglied der "Justus-Brinckmann-Gesellschaft", des Freundeskreises dieses Museums. Thiemann erwarb sich auf dem Gebiet der modernen Kunstkeramik ein umfangreiches, international anerkanntes Wissen. Teile seiner Sammlung, die bei seinem Tode etwa 3000 Stück umfaßte, wurden in jährlichen Ausstellungen in Schloß Reinbek bei Hamburg gezeigt. Die Sammlung erbte nach seinem Tod das Museum für Gewerbe und Kunst am Steintorplatz in Hamburg, bis auf die skandinavischen Stücke, die das schleswig-holsteinische Landesmuseum Schloß Gottorf erbte.

Lebenslauf: aufgewachsen in Berlin, Abitur 1929. Jurastudium: SS 1929 - WS 1930/31 Heidelberg, SS 1931 - WS 1931/32 Berlin, SS 1932 - WS 1932/33 Halle, 1. jur. Staatsexamen 29.6.1933 in Naumburg/Saale, 2. jur. Staatsexamen 14.6.1937 in Berlin. Dr. jur. 24.6.1936 in Halle. 1933 - 1937 Referendar in Lübben (Spreewald) und Berlin, 1937 Assessor in Eberswalde, Sept. 1937 - Febr. 1938 Wehrmachtsbeamter im höheren Verwaltungsdienst der Luftwaffe, 1.3.1938 - 31.12.1939 Gerichtsassessor in Prenzlau, Berlin, Senftenberg, Stettin und Köslin (heute poln. Koszalin), 1940 - 1942 Staatsanwalt in Posen (heute poln. Poznań), 1942 - 1945 eingezogen, 1945 - 1947 landwirtschaftlicher Hilfsarbeiter und Maurer, Okt. 1947 - 1950 Beauftragter Staatsanwalt in Hamburg 1950 - 1953 Staatsanwalt in Hamburg, 1953 - 1967 Oberstaatsanwalt in Hamburg, 1.1.1968 - 31.7.1975 Erster Oberstaatsanwalt in Hamburg, 1.8.1975 - 26.1.2002 i.R. in Hamburg, gestorben an seinem 91. Geburtstag in seiner Wohnung in Hamburg am 26.1.2002. Eine Trauerfeier fand auf seinen Wunsch hin nicht statt. Seine Urne wurde am 14.3.2002 auf dem Alten Friedhof Hamburg-Niendorf beigesetzt. 

 

Links:

openlibrary.org/b/OL4175504M/Europäische_Keramik_seit_1950

http://www.bbk-kassel.de/Rieckmann/Rieckmann.htm

http://www.booklooker.de/B%FCcher/Angebote/titel=Europ%25E4ische%2BKeramik%2Bseit%2B1950.%2BSammlung%2BDr.%2BHans%2B

http://www.zvab.com/Europ%C3%A4ische-Bestandskatalog-Herausgegeben-Spielmann-Bearbeitet-Kuyken-Schneider/97707494/buch

 

 

Sydow, Friedrich Reinhold (seit 18.10.1918: von Sydow, Reinhold)

* 14.1.1851 in Berlin

† 16.1.1943 in Berlin

Dr. jur. h.c., preuß. Handelsminister.

Mitglied der B. Allemannia seit 18.7.1868.

Reinhold Sydow wurde unter Bewilligung des erbetenen Abschieds (als preußischer Handelsminister) der schwarze Adlerorden (verbunden mit dem erblichen Adel) am 18.10.1918 verliehen; eine der letzten Amtshandlungen Kaiser Wilhelms II.

Lebenslauf: aufgewachsen in Berlin. Jurastudium: WS 1867/68 Berlin, SS 1868 Heidelberg, WS 1868/69 Heidelberg, SS 1869 Heidelberg, WS 1869/70 Berlin, SS 1870 Berlin, 1. jur. Staatsexamen Herbst 1870, 2. jur. Staatsexamen 13.3.1875. Dr. jur. h.c. der Universität Königsberg, Unter Bewilligung des Abschieds Verleihung des Ordens vom Schwarzen Adler und des erblichen Adels, eine der letzten Amtshandlungen Kaisers Wilhelms II. vor seiner Abdankung (18.10.1918). 5.9.1870 - 13.3.1875 Referendar im Staatsdienst, 13.3.1875 - 30.9.1876 Gerichtsassessor, 1.10.1876 - 30.9.1879 Kreisrichter in Halle, 1.10.1879 - 30.6.1882 Landrichter in Halle, 1.7.1882 - 28.2.1883 Landrichter in Berlin, 1.3.1883 - 1884 Justitiar im Reichspostamt, 1884 - 1889 Geheimer Postrat und vortragender Rat, 1889 - 1897 Geheimer Oberpostrat, 1897 - 1901 Direktor im Reichspostamte, 1901 - 1906 Unterstaatssekretär, 1906 - 1908 Wirklicher Geheimrat, Direktor der Abt. II (Telegraphen) des Reichspostamtes, 1908 - 1909 Staatssekretär, Leiter des Reichspostamtes, preußischer Minister, Exzellenz, 1909 - 1918 Preußischer Handelsminister, 1918 - 1943 i.R. in Berlin, gestorben am 16.1.1943 in Berlin, beigesetzt im St.-Marienfriedhof, Prenzlauer Straße 62.

Sonstige Tätigkeiten: R. von Sydow war ein eifriges Mitglied des Deutsch-Österreichischen Alpenvereines, dessen 1. Vorsitzender er 17 Jahre lang war; als er 1928 den Vorsitz in Stuttgart niederlegte, wurde er - eine erstmalige Ehrung dieser Art – zum Ehrenvorsitzenden des Vereines ernannt.

 

Links:

de.wikipedia.org/wiki/Reinhold_von_Sydow

books.google.de/books

de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_preu%C3%9Fischen_Handelsminister

de.wikipedia.org/wiki/Sydow_(Adelsgeschlecht)

http://www.rother.de/leseprob/8102.htm

 

 

Velthuysen, Bernhard Hieronymus

* 10.9.1881 in Dehringshausen, Kreis Twiste/Waldeck (Rheinland),

20.11.1969 in Kiefersfelden (Obb.)

Oberbürgermeister in Halle und Stadtkämmerer in Altona.

Mitglied der B. Allemannia seit 15.4.1902.  

Lebenslauf: siehe Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft von Helge Dvorak, Band 1: Politiker, Teil 6: T-Z (ISBN 3-8253-5063-0), S. 118. Über seine umfassende Tätigkeit in Halle äußerte sich auf Bitten des Regierungspräsidenten von Merseburg der vorhergehende Oberbürgermeister Dr. Richard Rive am 28.11.1933 u.a.: „Durch dreimalige Wahl hat die Stadtverordnetenversammlung Herrn Velthuysen das Vertrauen bestätigt, das sie ihm in steigendem Maße entgegenbrachte. Er hat dieses Vertrauen durch seine Fähigkeiten, Leistungen und Gesinnung gerechtfertigt. Gründliche Verwaltungskenntnisse, offener Blick für das Notwendige, Zweckmäßige und Mögliche, gute Gedanken für Ziele und Wege der Verwaltung sowie feste Haltung in der Durchführung der Amtsaufgaben haben ihm hervorragende Erfolge und der Stadt dauernden Nutzen gebracht. Aus seinem vielseitigen Betätigungsgebiet sind als Besondere Leistungen die Organisation und Leitung des Jugend- und Fürsorgegesetzes, des Arbeitsamtes, der Personalienverwaltung, des Verkehrswesens einschließlich Lufthafen Halle-Leipzig und der städtischen Kunstwerkstätten hervorzuheben. . . . .“

Lebenslauf: Aufgewachsen in Kleve (Rheinland). Jurastudium: SS 1902 - WS 1903/04 Heidelberg, SS 1904 - SS 1905 Göttingen. 1905 - 1907 Examensvorbereitung, 1. jur. Staatsexamen 1907, 2. jur. Staatsexamen 1911. 1907 - 1911 Referendar bei den Gerichten in Bergen bei Hanau, Marburg und Kassel sowie bei der Staatsanwaltschaft, der Rechtsanwaltschaft und beim Notariat zu Marburg, 1911 - 1913 Gerichtsassessor, Prozeßrichter beim Amtsgericht und zugleich Leiter des wissenschaftlichen Kursus der Referendare des Landgerichts Marburg im Auftrage des dortigen Regierungspräsidenten; wiederholt Übernahme von Vertretungen von Rechtsanwälten und Notaren, 1912 zur Teilnahme an philosophischen und nationalökonomischen Vorlesungen und Seminaren an der Universität Marburg beurlaubt; 1913 als Hilfsarbeiter dem Ersten Staatsanwalt zu Marburg überwiesen und dort kommissarisch beschäftigt, 1913 in der Verwaltung der Stadt Charlottenburg informatorisch beschäftigt, zunächst in fast allen Abteilungen, insbesondere aber in den Abteilungen für soziale Angelegenheiten (Lungenfürsorge, Waldschule usw.) und Schulen, dann als Hilfsarbeiter angestellt; längere Zeit in den Geschäften des Vorsitzenden der Steuerveranlagungskommision sowie Verwaltung der Städtischen Kassen, dann der Armenverwaltung zugewiesen sowie Übernahme der Geschäfte der Generalvormundschaft Charlottenburg mit der Aufgabe, diese einschließlich der Waisenpflege in ein Jugendamt umzugestalten; Magistratsassessor und Beigeordneter der Stadt Charlottenburg (bei Berlin), 1914 – 1918 Militärdienst, siehe dort; 1919 - 1930 besoldeter Stadtrat in Halle / Saale, 1925 Stadtsyndikus 1930 - 1933 Zweiter Bürgermeister in Halle, 1933 Oberbürgermeister in Halle, 1.6.1933 "pensioniert" („freiwillig“ ausgeschieden auf Druck der NSDAP-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung), 1933 – 1936 i.R. in Bonn, 1936 - 31.8.1938 Erster Beigeordneter (Bürgermeister) in Altona bei Hamburg, (Altona ging dann in Groß-Hamburg auf. „Worte des Abschieds von Altona“, gesprochen von Bürgermeister V.), 1.9.1938 - 1939 Senatssyndikus im Geschäftsbereich der Kämmerei der Hansestadt Hamburg, 1939 - 1942 Bürgermeister in Hamburg-Großflottbek, 1940 kommissarischer Geschäftsleiter des Stadtkämmerers in Hamburg, 1.9.1942 - 1945 Hauptamtlicher Stadtkämmerer (Beigeordneter) der Hansestadt Hamburg durch den Reichsstatthalter, 1945 - 1969 i.R. in Kiefersfelden in Oberbayern, gestorben am 20.11.1969 in Kiefersfelden, beerdigt auf dem Bergfriedhof in Kiefersfelden.

 

Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Velthuysen

de.wikipedia.org/wiki/Senat_Petersen

de.wikipedia.org/wiki/Altonaer_B%C3%Bcrgermeister

www.abendblatt.de/hamburg/article714821/August-1945-Die-erste-Schulstunde.html

books.google.de/books

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www.welt.de/print-welt/article703120/Hamburgs_Weg_in_die_roten_Zahlen.html

http://books.google.de/books?id=3kyZ1siYJ3EC&pg=PA483&lpg=PA483&dq=halle+oberb%C3%BCrgermeister+velthuysen&source=bl&ots=Z3ww6l7ZHn&sig=WH-ZZuWCrp6-wdu-YkoqYFdJAdU&hl=de&sa=X&ei=VLkzUY7JEZDDswaxw4C4Dw&sqi=2&ved=0CDsQ6AEwAw#v=onepage&q=halle%20oberb%C3%BCrgermeister%20velthuysen&f=false

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Voigt, Johann Heinrich Ferdinand

* 21.10.1836 in Berlin

19.5.1905 in Berlin

Jurist, besoldeter Stadtrat in Berlin.

Mitglied der B. Allemannia seit 27.4.1857.  

Bemerkungen: Nach ihm wurde am 13.4.1904 (zu Lebzeiten!) in Berlin (Friedrichshain) eine Straße benannt. Lebenslauf: siehe Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft von Helge Dvorak, Band 1: Politiker, Teil 6: T-Z (ISBN 3-8253-5063-0), S. 165.- Ein Kollege Voigts, ebenfalls besoldeter Stadtrat in Berlin war Wilhelm Maximilian Weber (B. Hannovera Göttingen), der Vater Max Webers. In Berlin wurde eine Straße nach ihm benannt.

Lebenslauf: aufgewachsen in Berlin, Schüler an der Grohnertschen Schule (dem späteren Louisenstädtischen Gymnasium) und am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin, dort Abitur Ostern 1855. Jurastudium: SS 1855 - WS 1856/57 Berlin, SS 1857 Heidelberg, WS 1857/58 - SS 1858 Berlin. 1. jur. Staatsexamen Oktober 1858. Ab 20.10.1858 zum Auskultator vereidigt (ziviler Staatsdienst), am 1.10.1864 zum Assessor ernannt, als solcher beschäftigt beim Stadtgericht Berlin sowie als Vertreter mehrerer Rechtsanwälte beim Obertribunal, ab 1.7.1872 besoldeter Stadtrat in Berlin, Geheimer Regierungsrat, 1903 Stadtältester, dann i.R. in Berlin, gestorben am 19.5.1905 in Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem Luisenstädtischen Friedhof, Bergmannstraße 48-50 (Südstern).

Nebentätigkeiten: Direktor des Berliner Pfandbriefamtes; er galt als Führer der Berliner Turnerschaft.

 

Links:

www.berlin.de/rbmskzl/ehrungen/stadtaeltestenliste.html

www.petri-kirche-berlin.de/pages/das-buch/leseproben/leseprobe3.php

berlin.kauperts.de/Strassen/Voigtstrasse-10247-Berlin

www.berlinstreet.de/personen/v/voigt-ferdinand

http://berlin.kauperts.de/Strassen/Voigtstrasse-10247-Berlin#Geschichte