Wach, Adolph Gustav Eduard Louis (Ludwig)

* 11.9.1843 in Kulm (heute poln. Chełmno), Westpreußen

† 4.4.1926 in Leipzig

Geheimrat, Prof. Dr. jur., D. theol. h.c., Exzellenz.

Mitglied der B. Allemannia seit 24.10.1862.

Adolph Wach war der Schwiegersohn des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847). Wach war zusammen mit Otto Gierke und Jakob Schipper einer der drei amtierenden Universitätsrektoren (Univ. Leipzig, Berlin und Wien) und Mitglieder der Allemannia Heidelberg, die auf der Feier zur 100. Wiederkehr der Wiedergründung der Universität Heidelberg 1903 in Allemannencouleur erschienen.- Der Komponist Max Reger (1873-1916) widmete Wach sein 1909 komponiertes Streichquartett Nr. 4 Es-Dur op. 109. Wach hatte sich 1907 als Mitglied der Gewandhausdirektion dafür eingesetzt, daß Reger nach Leipzig kam. Beide verband bis zu Regers Tod eine enge Freundschaft. Regers Quartett wurde bei Wachs Trauerfeier aufgeführt. (CD: cpo 999 069.2; mit dem Berner Streichquartett, Gesamteinspielung der Quartette Regers 1994).

Das Ferienhaus der Familie Wach in Ried bei Wilderswil in der Schweiz - entstanden aus der Tradition von Wachs Schwiegervater, dem Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy - diente während des Dritten Reiches der Aufbewahrung Mendelssohnscher Manuskripte, die 1965 an die Preußische Staatsbibliothek zurückgegeben wurden. - Das alte und das neue Haus auf dem Ried bei Wilderswil dienten fortan wieder als Urlaubssitz der Familie Wach. Seit 1981 gibt es eine Stiftung "Lili Wach Mendelssohn", in deren Sinne auf dem Ried regelmäßig Konzerte Mendelssohnschen Geistes aufgeführt werden. (Verwalter: Dr. jur. Thomas A. Wach, Enkel, Bellevuestr. 3, CH-8800 Thalwil).

Lebenslauf: aufgewachsen in Kulm (heute poln. Chełmno) in Westpreußen, häuslicher Unterricht, 1851 deutsch-polnisches königliches katholisches Gymnasium Kulm, 1861 Abitur. Jurastudium: WS 1861/62 - SS 1862 Berlin, WS 1862/63 - SS 1863 Heidelberg, WS 1863/64 - SS 1865 Königsberg, WS 1865/66 - WS 1867/68 Göttingen. Dr. jur. 18.11.1865 in Königsberg (Preisarbeit über den promissorischen Eid), Ostern 1868 - Ostern 1869 Privatdozent der Rechte (Kirchenrecht, Zivilprozeß) an der Universität Königsberg, Ostern 1869 - Ostern 1871 ord. Prof. der Rechte an der Universität Rostock, Ostern 1871 - Herbst 1872 ord. Prof. der Rechte an der Universität Tübingen (Strafrecht), Herbst 1872 - Herbst 1875 ord. Prof. der Rechte an der Universität Bonn, Herbst 1875 - 1908 ord. Prof. der Rechte an der Universität Leipzig (Zivil-, Straf- und Kirchenrecht), Mitglied des Spruchkollegiums der Juristenfakultät (bis 1879), 1879 Richter LG Leipzig, 1886/87 und 1903/04 Rektor der Universität Leipzig, Wirklicher Geheimrat 1909 in Leipzig, Exzellenz 1909, D. theol. h.c. zum Leipziger Universitätsjubiläum. 1919 – 1926 emeritiert, i.R. in Leipzig, gestorben am 4.4.1926 in Leipzig, beigesetzt im Mai 1926 in Wilderswil (Schweiz), dessen Ehrenbürger er war (er besaß einen Bergbauernhof dort, das „Ried“). Bei der Trauerfeier erklang das Streichquartett Nr. 4 Es-Dur op. 109 von Max Reger, das Reger seinem Freunde Wach 1909 gewidmet hatte, nachdem er sich 1907 als Mitglied des Leipziger Gewandhausdirektoriums für die Berufung Regers nach Leipzig ausgesprochen hatte.

Nebentätigkeiten: Wach war Mitglied der Sächsischen Landessynode der Evangelischen Kirche. In Leipzig engagierte er sich beim Aufbau der dortigen Armenfürsorge. Wach war in seiner Ferienzeit begeisterter Alpinist, welche Leidenschaft er von seinem Landgut Ried bei Wilderswil in der Nähe von Interlaken (Schweiz) gut pflegen konnte.

Veröffentlichungen von Adolph Wach (Auswahl):

- De transferenda ad firmarium advocatione” (1865, Dissertation),

- „Italienischer Arrestprozeß, Habilitationsschrift in Leipzig 1868,

- „Der Manifestationseid (1868),

- „Vorträge über Reichscivilprozeßordnung, Bonn 1879,

- „Handbuch des deutschen Civilprozeßrechts, I. Bd. 1885,

- „Struktur des Strafprozesses (1914)

 

Links:

de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Wach

books.google.de/books

www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/blog/rektorendekane/

www.portal.chelmno.info/adolf-wach/

books.google.de/books

www.koeblergerhard.de/ZRG123Internetrezensionen2006/UngerDagmar-AdolfWach.htm

www.bernerzeitung.ch/kultur/kunst/Mendelssohns-Schweiz-Es-ist-kein-Land-wie-dieses/story/22263763

www.jungfrauzeitung.ch/artikel/86262/

http://www.google.de/search?q=adolf+wach&hl=de&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=0uSHUbTCN8nGswaP_4CIAg&sqi=2&ved=0CDwQsAQ&biw=1635&bih=1123

http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Wach_171/

http://dlib-pr.mpier.mpg.de/m/kleioc/0010/exec/books/%22301987%22

http://catalog.hathitrust.org/Record/010463786

http://cpr.uni-rostock.de/metadata/cpr_person_00002468

http://www.gbv.de/dms/spk/sbb/recht/toc/480668175.pdf

http://www.musicaneo.com/de/sheetmusic/sm-31568_streichquartett_nr_4_in_es-dur_op_109.html

 

 

Warburg, Emil Gabriel

* 9.3.1846 in Altona bei Hamburg

†28.7.1931 in Grunau bei Bayreuth

Prof. Dr. phil. nat., Präsident der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt.

Mitglied der B. Allemannia vom 28.11.1863 bis 1920.

Warburg arbeitete über Wärmestrahlen, Kapillarelektrizität, elektrische Leitfähigkeit, Gasentladungen, Strahlung, Ferromagnetismus und Photochemie. Mit August Kundt gelangen ihm 1875/76 experimentelle Bestätigungen der kinetischen Gastheorie und der Nachweis der Einatomigkeit des Quecksilberdampfes. 1880 machte er die für die Hochspannungstechnik wertvolle Entdeckung der "Hysteresis-Schleife" zum Verhalten ferromagnetischer Stoffe und entwickelte das nach ihm benannte "Warburg-Gesetz" über die bei Ummagnetisierungsvorgängen erfolgende Wärmeproduktion. W. schrieb u.a. ein Lehrbuch der Experimentalphysik für Studierende (1893, (24) 1933), Über die kinetische Theorie der Gase (1901) und Über Wärmeleitung und andere ausgleichende Vorgänge (1924). Er war der Lehrer von J. Franck  (Nobelpreis Physik 1925), E. Grüneisen, R. W. Pohl, H. v. Euler-Chelpin (Nobelpreis Chemie 1929) und anderen. Er war der Vater von Otto (Heinrich) Warburg. Otto Heinrich Warburg, geb. 8.10.1883 in Freiburg, war Träger des "pour le mérite" und Nobepreisträger für Medizin (1931) für die Entdeckung und Darstellung der Wirkungsweise des Atmungsferments (Kaiser-Wilhelm-Institut für Zellphysiologie in Berlin-Dahlem. Otto Warburg wurde 1984 auf einer Briefmarke der Deutschen Bundespost abgebildet. In Berlin und Bayreuth wurden Straßen nach ihm benannt.

Lebenslauf: aufgewachsen in Altona bei Hamburg, Altonaer Gymnasium, Abitur 1863. Naturwissenschaftliches Studium: WS 1863/64 Heidelberg, SS 1864 Heidelberg, WS 1864/65 Heidelberg, SS 1865 Berlin, WS 1865/66 Berlin, SS 1866 Berlin. Dr. phil. (nat.) 1866 in Berlin „De systematis corporum vibrantium“). 1866 - 1870 Assistent, 1870 habilitierte er sich mit der Schrift „Über den Ausfluß des Quecksilbers aus gläsernen Capillarröhren“, 1870 - 1872 Privatdozent für Physik in Berlin, 1.4.1872 - 31.3.1876 a.o. Prof. für theoretische Physik in Straßburg, 1.4.1876 - 1895 o. Prof. der Physik in Freiburg, 1895 - 1905 o. Prof. der Physik in Berlin, 1905 - 1911 Präsident der Physikalisch-technischen Reichsanstalt in Berlin, 1912 wirkl. geh. OberReg.-Rat I. Kl., Kgl. Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst, gestorben am 28.7.1931 in Grunau, das heute zu Bayreuth gehört.

Werke:

- „De systematis corporum vibrantium“ (Dissertation)

- „Über den Ausfluss des Quecksilbers aus gläsernen Capillarröhren“

- „Lehrbuch der Experimentalphysik für Studierende“(1893)

- „Über die kinetische Theorie der Gase“(1901)

- „Über Wärmeleitung und andere ausgleichende Vorgänge“ (1924)

 

Links:

de.wikipedia.org/wiki/Emil_Warburg

de.wikisource.org/wiki/Emil_Warburg

idw-online.de/pages/de/news435

bibliothek.bbaw.de/kataloge/literaturnachweise/warbu-eg/literatur.pdf

publicus.culture.hu-berlin.de/sammlungen/person/923

http://www.uni-bayreuth.de/foerderer/emil-warburg-st/index.html

http://www.dpg-physik.de/preise/preistraeger_sw.html

http://www.barnick.de/bt/wer/index.htm

planck.bbaw.de/planckiana/downloads/II-III-31_83-84.doc

www.springerlink.com/content/hrq0480842v45g64/

www.dpg-physik.de/veroeffentlichung/reden/umbach/red_warburg_2006.html

commons.wikimedia.org/wiki/Category:Emil_Warburg

www.innovations-report.de/html/berichte/preise_foerderungen/bericht-75418.html

www.edoc.mpg.de/47649

adsabs.harvard.edu/abs/1922NW.....10..823E

www.ptb.de/de/publikationen/jahresberichte/jb2006/nachrdjahres/s27d.html

www.personenlexikon.net/d/warburg-emil/warburg-emil.htm

www.freebase.com/view/en/emil_warburg

wapedia.mobi/en/Emil_Warburg

ib.ptb.de/de/org/IB/campus.htm

www.nationmaster.com/encyclopedia/Emil-Warburg

http://www.burschenschaft.de/die-burschenschaft/bekannte-burschenschafter/naturwissenschaftler.html

 

 

Weber, Friedrich Percy

* am 20.12.1844 in Heidelberg

† am 19.1.1895 in Berlin

Dr. philos., Zeitungsredakteur.

Mitglied der B. Allemannia seit 15.10.1862.  

Sohn von Georg Weber, Bruder von Heinrich Weber.

Friedrich Percy Weber ist der Dichter des heute allseits bekannten, aus seiner Novelle „Das Pfalzgrafenschloß“ stammenden Studentenliedes "Reicht mir das alte Burschenband", das 1886 zur 500-Jahrfeier der Universität und unserem 30. Stiftungsfest erschien und „der Sehnsucht nach der Universitätsstadt nachempfundenen Ausdruck verleiht“. Es wurde im selben Jahr von Vinzenz Lachner vertont. Lebenslauf: siehe Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft von Helge Dvorak, Band 1: Politiker, Teil 6: T-Z (ISBN 3-8253-5063-0), S. 219.

Bemerkungen zur Verwandtschaft: Der Soziologe Max Weber ist mit ihm verwandt, heißt aber nur zufällig auch Weber: Max Webers mütterliche Großmutter Emilia Fallenstein, geb. Souchay, war eine Tochter der Helene Souchay, geb. Schunck. Letztere war eine Schwester der Caroline Becher, geb. Schunck, der mütterlichen Großmutter der Brüder Heinrich Weber und Friedrich Pery Weber.

Lebenslauf: aufgewachsen in Heidelberg, Abitur am Gymnasium Heidelberg Herbst 1862; Geschichts- und Philologiestudium: WS 1862/63 - SS 1864 in Heidelberg, WS 1864/65 - SS 1865 in Göttingen; Geschichts- und Philosophiestudium: WS 1865/66 Heidelberg, SS 1866 Bonn.  Oberlehrerexamen (philologische Staatsprüfung) 1869 in Karlsruhe, Dr. philos. Februar 1866 in Heidelberg. Ab 1872 Schriftsteller und Redakteur der liberalen Spenerschen Zeitung in Berlin. Er unterstützte seinen Vater Georg Weber (auch Mitglied der Allemannia) besonders in den letzten Jahren in der Herausgabe von dessen geschichtlichen Werken. Die 2. Auflage von dessen „Allgemeiner Weltgeschichte“ (1857-1881) wurde von ihm besorgt, revidiert und herausgegeben. Ab 1883 Mitarbeiter und zuletzt verantwortlicher Redakteur der Nationalliberalen Correspondenz, des in Berlin erscheinenden Organs der Nationalliberalen Partei; gestorben am 19. Januar 1895 in Berlin.

 

Links:

ingeb.org/Lieder/reichtmi.html

www.deutscheslied.com/de/search.cgi

www.uibk.ac.at/germanistik/histrom/cgi/wrapcgi.cgi

openlibrary.org/b/OL6936272M/Allgemeine_Weltgeschichte

 

 

Weber, Georg

* 10.2.1808 in Bergzabern / Weinstraße

10.8.1888 in Heidelberg

Prof. Dr. phil.,  Geheimer Hofrat, Direktor der Höheren Schule in Heidelberg.

Mitglied der B. Teutonia Erlangen seit SS 1828. Als alter Burschenschafter war er seit 1839 in Heidelberg ansässig; drei seiner Söhne wurden Mitglieder der B. Allemannia Heidelberg.   Aus diesem Grunde erhielt er anläßlich des 500. Universitätsjubiläums und des gleichzeitig stattfindenden 30. Stiftungsfestes der Allemannia am 5.7.1886 deren Ehrenmitgliedschaft.

Vater von Heinrich Weber und Friedrich Percy Weber.

Georg Weber war der wohl erfolgreichste Geschichtsschreiber des 19. Jahrhunderts; er verstand sich nicht als Wissenschaftler, sondern seinem Beruf als Lehrer entsprechend als Wissensvermittler. Seine 15-bändige Weltgeschichte ist das umfangreichste Geschichtswerk, das je von einem einzigen Autor geschrieben wurde. Sie wurde schon zu seinen Lebzeiten in zahlreiche Sprachen übersetzt.  Die Stadt Heidelberg benannte nach ihm die Weberstraße in Neuenheim, den Webersbrunnen oberhalb des Haarlaß an der Verlängerung des Philosophenwegs und setzte ihm einen Gedenkstein auf dem Heidelberger Bergfriedhof. Sein Geburtsort Bad Bergzabern ehrte ihn noch zu Lebzeiten mit der Errichtung eines Gedenksteins, der anläßlich seines 150. Geburtstags 1958 erneuert wurde, sowie mit Benennung einer Straße nach ihm. Im August 1988 fand im Rathausfoyer aus Anlaß seines 100. Todestages eine Ausstellung statt.

Er war ursprünglich Mitglied der eingegangenen Burschenschaft Teutonia in Erlangen und erhielt zum 500. Universitätsjubiläum und 30. Stiftungsfest der Allemannia am 5.7.1886 die Ehrenmitgliedschaft der Allemannia, zusammen mit Julius Engel, Bernhard Erdmannsdörffer, dem Historiker in Heidelberg, und Franz Adickes, dem späteren Frankfurter Oberbürgermeister.

Lebenslauf: Aufgewachsen in Bergzabern, 1825 - 1828 Besuch des Gymnasiums in Speyer, Abitur 1828. Theologiestudium: SS 1828 Erlangen, Geschichts- und Philologiestudium: WS 1828/29 Erlangen, SS 1829 - SS 1832 Heidelberg. Examen in Geschichte und Philologie 1832. Dr. phil. 1832 in Heidelberg. 1833 - 1835 Reise nach Italien und Frankreich, 1835 - 1838 Lehrer am Gymnasium in Bergzabern (Vorstand der Lateinschule), 1839 - 1848 2. Hauptlehrerstelle an der höheren Schule in Heidelberg, 1848 - 1872 Direktor der höheren Schule in Heidelberg, 1872 - 1888 i.R. in Heidelberg, gestorben am 10.8.1888 in Heidelberg, beigesetzt auf dem alten Neuenheimer Friedhof (heute: Marktplatz in Heidelberg-Neuenheim).

Werke:

-      „De Gytheo et rebus navalibus Lacedaemoniorum“. Preisschrift und Diss. 1833 (Gýtheion; lat. Gytheum; heute: Jíthio ist der Seehafen Spartas) – also: „Über Gýtheion und das Seefahrtswesen der Spartaner“;

-      „Der Calvinismus im Verhältnis zum Staat“. Heidelberg 1836;

-      „Lehrbuch der Weltgeschichte 1846“, dasselbe in 2 Bänden 1851;

-      „Geschichte der deutschen Literatur von ihren Anfängen bis zur Gegenwart“, Leipzig 1850;

-      „Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung“, Leipzig 1851;

-      „Literaturhistorisches Lesebuch“, enthaltend Proben aus den bedeutendsten Literaturwerken aller Völker und Zeiten. 3 Teile, 1851 und 1852;

-      „Geschichte der akatholischen Kirchen und Sekten in Großbritannien“, 1845 und 1853, später unter dem Titel: Geschichte der Kirchenreformation in Großbritannien, 2 Bände Leipzig 1856;

-      „Das vaterländische Element in der deutschen Schule“, Vier Schulreden 1856;

-      „Lesebuch zur Geschichte der deutschen Literatur alter und neuer Zeit“, Leipzig 1856;

-      „Allgemeine Weltgeschichte unter besonderer Berücksichtigung des Geistes- und Kulturlebens der Völker und mit Benutzung der neueren geschichtlichen Forschungen für die gebildeten Stände bearbeitet“. Leipzig 1857 - 1880, 15 Bände, 4 Registerbände (in 1 Band);

-      (Mit Heinrich Holtzmann:) „Geschichte des Volkes Israel und der Entstehung des Christentumes“, 2 Bände, Leipzig 1861;

-      „Friedrich Christoph Schlosser“. In: Unsere Zeit, deutsche Revue der Gegenwart, Jg. VI, 1861,

-      „Friedrich Christoph Schlosser, der Historiker. Erinnerungsblätter aus seinem Leben und Wirken“, Leipzig 1876;

-      „Mein Leben und Bildungsgang“. Vorwort zum Lehrbuch der Weltgeschichte, Separatdruck 1883;

-      „Jugendeindrücke und Erlebnisse“, Leipzig 1883;

-      „Heidelberger Erinnerungen“. Stuttgart 1886;

-      „Die moralische Bedeutung des Heidelberger Jubelfestes“. In: deutsche Revue, Breslau 1887;

-      „Allgemeine Weltgeschichte“, 2. Auflage, 16 Bände, 1 Registerband, Leipzig 1882 - 1899;

Zahlreiche Aufsätze in den "Heidelberger Jahrbüchern", Raumers "historischem Tagebuch", der "deutschen Revue" und in der "Allgemeinen Zeitung".

 

Links:

de.wikipedia.org/wiki/Georg_Weber_(Historiker)

de.wikisource.org/wiki/ADB:Weber,_Georg_(Historiker)

http://www.deutsche-biographie.de/sfz34692.html

http://www.rlb.de/cgi-bin/wwwalleg/srchrnam.pl?db=rnam&recnums=0008118

openlibrary.org/b/OL6936272M/Allgemeine_Weltgeschichte

 

 

Weber, Martin Georg Friedrich Heinrich

* 5.3.1842 in Heidelberg

17.5.1913 in Straßburg

Prof. Dr. philos., Ordinarius für Mathematik.

Mitglied der B. Allemannia vom 16.10.1860 bis 17.7.1872 und dann ab 31.7.1882.

Sohn von Georg Weber, Bruder von Friedrich Percy Weber.

Heinrich Weber arbeitete auf dem Gebiet der mathematischen Physik u.a. über partielle Differentialgleichungen und leistete bedeutende Beiträge zur Entwicklung der Algebra und der Zahlentheorie, v. a. zur Darstellungstheorie der Gruppen und zur Körpertheorie. Er bewies den Satz der Galois-Theorie, nach dem jeder absolut Abelsche Körper ein Kreisteilungskörper ist, und prägte 1893 den allgemeinen Körperbegriff, dessen Theorie Ernst Steinitz allgemein entwickelte. Seine Hauptwerke sind Lehrbuch der Algebra (2 Bde., 1895/96; (2)1897-1908 in 3 Bden.) und Encyklopädie der Elementar-Mathematik (mit Josef Wellstein, 3 Bde., 1903-07 (3-4), 1915-24). Heinrich Weber schrieb den Nachruf auf den Mathematiker Leopold Kronecker (in Jahresberichte der Deutschen Mathematiker-Vereinigung 2 (1891/92), S. 5-31, Nachdruck in: Math. Annalen 43 (1893), S. 1 – 25), den Bruder von Hugo Kronecker (Physiologe, Mitglied der Allemannia).

Lebenslauf: aufgewachsen in Heidelberg, Gymnasium Heidelberg, Abitur Herbst 1860. Mathematik- und Naturwissenschaftsstudium: WS 1860/61 - WS 1861/62 Heidelberg, SS 1862 Leipzig, WS 1862/63 Heidelberg, SS 1863 - WS 1864/65 Königsberg. Staatsexamen für Fachlehrer 1865 in Karlsruhe. Dr. philos. 18.2.1863 in Heidelberg. Zu Beginn des Sommers des Kriegsjahres 1866, dem letzten, den Riemann noch erlebte, habilitierte sich Weber in Heidelberg; bereits 1869 wurde er dort außerordentlicher Professor. Sommer 1866 - Herbst 1869 Privatdozent für Mathematik an der Universität Heidelberg, Herbst 1869 - Ostern 1870 a.o. Prof. der Mathematik an der Universität Heidelberg, Ostern 1870 - Herbst 1875 Professor am eidgenössischen Polytechnikum in Zürich, Herbst 1875 - Ostern 1883 ord. Professor der Mathematik an der Universität Königsberg, Ostern 1883 - Herbst 1884 ord. Professor der Mathematik an der Technischen Hochschule Berlin, Herbst 1884 - 1892 ord. Professor der Mathematik an der Universität Marburg, 1892 - 1895 ord. Professor der Mathematik an der Universität Göttingen, 1895 - 1907 ord. Professor der Mathematik an der Universität Straßburg, 1907 - 1913 i.R. in Straßburg, gestorben am 17.5.1913 in Straßburg an den Folgen eines Schlaganfalls.

 

Sonstige Tätigkeiten: 1900 Rektor der Universität Straßburg.

Werke:

-        „Zur Theorie der singulären Lösungen partieller Differentialgleichungen erster Ordnung“. - Leipzig: Engelmann, 1866. - 23 S. Heidelberg, Univ., Diss., 1866

-       „Theorie der Abelschen Functionen vom Geschlecht 3“. - Berlin, 1876

-        „Lehrbuch der Algebra“. 3 Bde. Braunschweig 1891-1896. Nachdr. 1962.

-       Elliptische Functionen und algebraische Zahlen“. Braunschweig 1891.

-       „Nachruf auf Leopold Kronecker“, Jahresberichte der Deutschen Mathematiker-Vereinigung 2 (1891/92), S. 5-31, Nachdruck in: Math. Annalen 43 (1893), S. 1 - 25.

-        „Die partiellen Differential-Gleichungen der mathematischen Physik“ (nach Riemanns Vorlesungen). Braunschweig, 2 Bde. 1900 / 1919.

-       „Encyclopädie der Elementar-Mathematik“. Ein Handbuch für Lehrer und Studierende. 3 Bde. Leipzig 1903-1907. 5. Aufl. 1934. (Mitverf.)

-       „Rede zur Eröffnung des 3. internationalen Mathematikerkongresses“. – 1904

-       Mitherausgeber: „Bernhard Riemanns gesammelte mathematische Werke und wiss. Nachlaß“. Leipzig 1876. 2. Aufl. 1892

Literatur über das Werk Heinrich Webers:

-       Fellman, E. A.: „Ein unveröffentlichter Brief von Charles Hermite an Heinrich Weber“, in: Humanismus und Technik. - 22 (1978), S. 71-83

-       Frei, Günther: “Heinrich Weber and the emergence of class field theory”, in: Ideas and their reception. - 1988 (1989), S. 425-450

-       Kiernan, B. Melvin: „The development of Galois theory from Lagrange to Artin” in: Archive for history of exact sciences. - 8 (1971/72), S. 40- 154 (speziell Heinrich Weber: S. 135-141) 1971-72

-       Smith, David Eugene: Rezension: “Encyklopädie der Elementar-Mathematik” in: Bulletin of the American Mathematical Society. - 10 (1903/04), S. 200-204 UB: L 21-1-4::2:10.1903-04

-       Vollrath, Hans-Joachim: “Betrachtungen zur Entwicklung der Algebra in der Lehre“ in: Mathematische Semesterberichte. - 38 (1991), S. 58-98 (speziell Kap. 3: Heinrich Webers ,,Lehrbuch der Algebra")

 

Links:

de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Weber_(Mathematiker)

de.wikipedia.org/wiki/Satz_von_Kronecker-Weber

gdz.sub.uni-goettingen.de/index.php

www.archive.org/details/ellipfuncundalg00weberich

www.archive.org/details/encyklomentmatik01weberich

www.archive.org/details/encyklomentmatik02weberich

www.archive.org/details/encyklomentmatik03weberich

quod.lib.umich.edu/cgi/t/text/text-idx

www.digizeitschriften.de/main/dms/gcs-wrapper/

www.ub.uni-heidelberg.de/helios/fachinfo/www/math/homo-heid/weber-h.htm

www-history.mcs.st-and.ac.uk/history/Mathematicians/Weber_Heinrich.html

www.rzuser.uni-heidelberg.de/~ci3/manu.html

gdz.sub.uni-goettingen.de/no_cache/dms/load/img/ (Nachruf)

www.ub.uni-heidelberg.de/helios/fachinfo/www/math/zitat/weber-festschr.htm

www.ub.uni-heidelberg.de/helios/fachinfo/www/math/homo-heid/gdz/weber-h.htm

http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/fachinfo/www/math/htmg/weber-1904a.htm

www.ub.uni-heidelberg.de/helios/fachinfo/www/math/htmg/weber-1904z.htm

www.ub.uni-heidelberg.de/helios/fachinfo/www/math/htmg/Weber.htm (H. Weber über Causalität in den Wissenschaften)

www.digizeitschriften.de/main/dms/img/ (Nachruf auf Leopold Kronecker)

 

 

Weber, Karl Emil Maximilian (Max)

* 21.4.1864 in Erfurt

14.6.1920 in München

Prof. Dr. jur., ord. Prof. der Nationalökonomie, Begründer der Soziologie.

Mitglied der B. Allemannia vom 31.10.1882 bis 1.8.1883 und vom 5.7.1886 bis 17.10.1918.

Max Weber war wohl das bedeutendste Mitglied der Burschenschaft Allemannia Heidelberg. Er hinterließ ein umfangreiches wissenschaftliches Werk. Max Webers Bedeutung ist in unzähligen Schriften gewürdigt worden. Das von seinem Großvater Georg Friedrich Fallenstein (1790-1853) erbaute Haus, in dem er zeitweise selbst wohnte, dient heute als „Max-Weber-Haus“ einem internationalen Studienkolleg (Ziegelhäuser Landstraße 17, 69120 Heidelberg).

Max Weber und die Burschenschaft Allemannia: Über die Beziehungen von Max Webers Familie zur Allemannia, seinen Weg zur Allemannia und sein ambivalentes Verhältnis zu seiner Verbindung schrieb Wolf-Diedrich Reinbach 1999 eine ausführliche Arbeit.

Bemerkungen zur Verwandtschaft:

Eine umfassende Darstellung der Verwandtschaftsverhältnisse von Max Weber mit anderen Kartell- und Bundesbrüdern und darüber hinaus findet sich hier.

Die Brüder Heinrich Weber und Friedrich Percy Weber sind mit Max Weber verwandt, jedoch haben sie ihren Familiennamen aus einer anderen Familie als Max Weber. Ihre Mutter war Ida Weber, geb. Becher. Ida Webers Mutter war Caroline Becher, geb. Schunck. Diese war die Schwester der Urgroßmutter Max Webers, Helene Souchay, geb. Schunck. Helene Souchays Tochter, Max Webers Großmutter, war Emilie Fallenstein, geb. Souchay. Deren Tochter war Helene Weber, geb. Fallenstein, Max Webers Mutter.

Max Weber war ein Vetter 2. Grades der Brüder Karl und Paul Mendelssohn Bartholdy: Max Webers Großmutter Emilie Fallenstein, geb. Souchay, war eine Schwester von Elisabeth Jeanrenaud, geb. Souchay. Deren Tochter Cécile Mendelssohn Bartholdy, geb. Jeanrenaud, war die Frau des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy und die Mutter von Karl und Paul Mendelssohn Bartholdy.

Lebenslauf: aufgewachsen in Erfurt (1864 - 1869) und Berlin (ab 1869), 1870 - 1872 Besuch der Döbbelin'schen Privatschule, 1872 - 1882 Besuch des kgl. Kaiserin-Augusta-Gymnasiums in Charlottenburg, Abitur dort Ostern 1882. Jurastudium: SS 1882 - SS 1883 Heidelberg, dann beim Militär in Straßburg, WS 1884/85 - SS 1885 Berlin, WS 1885/86 - SS 1886 Göttingen, 1. jur. Staatsexamen Juni 1886 in Göttingen, 2. jur. Staatsexamen Frühjahr 1890 in Berlin. Dr. jur. Frühjahr 1890 in Berlin, Prof. der Rechte 1892 in Berlin, ord. Prof. der Nationalökonomie ab 1894. 1886 - 1890 Referendar in Berlin, 1890 - 1892 Vorbereitung auf die Habilitation (1892), 1892 - 1893 Priv.-Doz. für Jura in Berlin, 1893 - 1894 Prof. der Rechte in Berlin, 1894 - 1896 ord. Prof. der Nationalökonomie in Freiburg, 1897 - 1900 ord. Prof. der Nationalökonomie in Heidelberg, 1900 - 1902 wegen Krankheit auswärts, 1902 - 1903 Lehrauftrag ohne Stimmrecht in der Fakultät (krankheitshalber), 1903 - 1918 i.R., weiter wohnhaft in Heidelberg, SS 1918 versuchsweise Lehrtätigkeit in Wien (Vorlesungen), 1919 - 1920 ord. Prof. der Nationalökonomie in München, gestorben 14.6.1920 in München, beigesetzt auf dem Bergfriedhof in Heidelberg.

Werke:

- „Zur Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter“,

- „Die römische Agrargeschichte in ihrer Bedeutung für das Staats- und Privatrecht“,

- „Die sozialen Gründe des Untergangs der antiken Kultur“,

- „Agrarverhältnisse im Altertum“

- „Handwörterbuch der Staatswissenschaften“

- „Die Lage der Landarbeiter im ostelbischen Deutschland“

- „Die "Objektivität" sozialwissenschaftlicher und sozialpolitischer Erkenntnis“

- „Die Protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“

- „Grundriß der Sozialökonomik“

- „Wirtschaft und Gesellschaft. Die Wirtschaft und die gesellschaftlichen Ordnungen und Mächte“,

- „Politik als Beruf“,

- „Gesammelte Aufsätze zur Soziologie der Weltreligionen“,

- „Wirtschaft und Gesellschaft. Soziologie“,

- „Wirtschaft und Gesellschaft“.

 

Links:

de.wikipedia.org/wiki/Max_Weber

www.zeit.de/2014/12/kaube-kaesler-max-weber

de.wikisource.org/wiki/Der_Nationalstaat_und_die_Volkswirtschaftspolitik

de.wikipedia.org/wiki/Die_protestantische_Ethik_und_der_%27Geist%27_des_Kapitalismus

de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft_und_Gesellschaft

www.textlog.de/weber_wirtschaft.html

www.dhm.de/lemo/html/biografien/WeberMax/index.html

images.google.de/images

agso.uni-graz.at/lexikon/klassiker/weber/49bio.htm

www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/geschichte/max-weber-gesamtausgabe/

books.google.de/books

www.textlog.de/weber.html

books.google.de/books

www.freiburg-postkolonial.de/Seiten/maxweber.htm

www2.uni-erfurt.de/maxwe/

http://www.isz.uni-heidelberg.de/

http://www.uni-heidelberg.de/univ/besucher/karten/8140.html

http://www.isz.uni-heidelberg.de/d_kurse_ksk.html

ipmseminarblog.wordpress.com/2012/07/23/weiterlesen-das-max-weber-haus/

 

 

http://ipmseminarblog.wordpress.com/2012/07/23/weiterlesen-das-max-weber-haus/

Wild, Rudolf

* 25.2.1904 in Wiesloch (Baden) g

16.9.1995 in Eppelheim bei Heidelberg

Fabrikant, Seniorchef der Rudolf-Wild-Werke, Senator e.h.

Mitglied der B. Allemannia vom 30.4.1922 bis 15.2.1924 und ab 29.7.1950.

Rudolf Wild baute ab 1931 mit den „Rudolf-Wild-Werken“ eine der bedeutendsten Herstellungsanlagen für nichtalkoholische Erfrischungsgetränke auf. Seine Marken „Libella“ und später „Capri-Sonne“ wurden weltweit bekannt.

Ernennungen: 1971 Bundesverdienstkreuz am Bande, 1979 Ehrenbürger der Gemeinde Eppelheim, Stauffer-Medaille des Landes Baden-Württemberg, 1980 Ehrensenator der Universität Heidelberg, 1981 Bundesverdienstkreuz I. Klasse, 1981 Kommandeurkreuz vom Brasil. Orden Kreuz des Südens, Ehrenplakette der Universität Padua, Ehrenmitglied der Gesellschaft zur Erforschung des Herzinfarkts, 1984 großes Bundesverdienstkreuz.

Lebenslauf: Aufgewachsen in Wiesloch bei Heidelberg, Abitur 1922 an der Oberrealschule Heidelberg in der Kettengasse (späteres Helmholtz-Gymnasium). Chemiestudium: SS 1922 - WS 1923/24 Heidelberg, SS 1924 - SS 1925 Freiburg, WS 1925/26 - WS 1928/29 Heidelberg, SS 1929 - SS 1931 Frankfurt. 1931 - 1995 Inhaber (Firmenchef) der Rudolf-Wild-Werke in Eppelheim bei Heidelberg, zeitweise auch "Zick-Zack-Werk" genannt, Produktion alkoholfreier Erfrischungsgetränke, zeitweise auch alkoholhaltiger Getränke ("Zick-Zack-Likör", nach dessen Genuß man "zick-zack" nach Hause wankt, wie der Firmenchef mit einem Augenzwinkern einmal sagte), von Fruchtzubereitungen für Milchprodukte, von Fruchtaromen für Back- und Süßwaren; sehr bekannt wurde u.a. die Marke "Libella", sowie "Capri-Sonne" der Tochtergesellschaft Deutsche SiSi-Werke GmbH. Das Unternehmen wurde weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Im Jahre 1956 Gründung der Fa. Indag, Gesellschaft für Industriebedarf mbH (Maschinenfabrik für technische Anlagen und komplette Produktionseinrichtungen für die Getränkeindustrie und Molkereiwirtschaft), ebenfalls in Eppelheim. Von 1969 bis 1995 hieß die zum Werk führende Straße „Rudolf-Wild-Straße“; nach seinem Tode wurde allerdings die frühere Eppelheimer Bahnhofstraße nach ihm benannt, und die frühere Rudolf-Wild-Straße nach seiner Frau „Leonie-Wild-Straße“ genannt. Zu seinem 90. Geburtstag stiftete Rudolf Wild der Gemeinde Eppelheim die Mittel zum Bau einer Mehrzweckhalle, die nach seinem Tode vollendet wurde (Rudolf-Wild-Halle in Eppelheim, Schulstraße 6). Eine kleine Parkanlage, die „Leonie-Wild-Anlage“, gegenüber dem Eingang zum Eppelheimer Friedhof gelegen, in unmittelbarer Nähe zum Grab des Ehepaares Wild, trägt seit 1988 den Namen seiner Frau Leonie, geb. Steinmann (30.1.1908 – 13.6.2005). R. Wild starb am 16.9.1995 in seinem Haus in Eppelheim.

Sonstige Tätigkeiten: Sportliche Aktivitäten: 1928 Deutscher Meister im Rugby und Mitglied der dt. Rudermannschaft auf der Olympiade in Amsterdam. 1950 Silbermedaille im "Zweier ohne" bei der Studentenolympiade, weitere dt. und internationale Siege im Zweier, Vierer und Achter.

 

Links:

www.wild.de

de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Wild

www.libella.de

www.capri-sonne.de

http://www.tmdb.de/de/marke/ZickZack_koestlich_in_Duft_und_Geschmack,DE648267.html

de.wikipedia.org/wiki/Wild_(Unternehmen)

de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Wild

www.zeit.de/2005/19/KG-Wild

www.handelsblatt.com/themen/_p=909,qtxo=Rudolf+Wild+GmbH+%2526+Co+KG

www.regioactive.de/location/14666/rudolf_wild_halle_eppelheim.html

http://wiki.rhein-neckar.de/index.php/Rudolf-Wild-Stra%C3%9Fe_(Eppelheim)

http://rudolf-wild-halle.de/homepage/

 

 

Winkelmann, Karl

* 26.12.1863 in Reval (estn. Tallinn), Estland

† 24.4.1925 in Barmen (Wuppertal-Barmen)

Dr. med., Chirurg.

Mitglied der B. Allemannia vom 10.5.1884 bis 20.5.1884 und ab 1.4.1888, Mitglied der B. Teutonia Kiel (Kartellburschenschaft der B. Allemannia seit 1863) seit SS 1885.  

Winkelmann entwickelte in seiner Berufstätigkeit verschiedene neue Methoden zur Behandlung chirurgischer, orthopädischer und urologischer Krankheiten. Seine "Neue Methode der Radikaloperation der Hydrocele" (1900) wird auch heute noch (2010) unter dem Namen "Operation nach Winkelmann" weltweit angewendet.

Lebenslauf: Aufgewachsen in Heidelberg als Sohn des Historikers Eduard Winkelmann (Burschenschaft Brunsviga Göttingen SS 1858). Medizinstudium: WS 1883/84 - WS 1884/85 Heidelberg, SS 1885 - SS 1886 Kiel, WS 1886/87 - SS 1888 Heidelberg, med. Staatsexamen 1888 in Heidelberg. Dr. med. 1888 in Heidelberg. 1889 Landarzt in Langensteinbach bei Karlsruhe, 1889 - 1892 Assistenzarzt an der chir. Univ.-Klinik in Straßburg, 1892 - 1925 niedergelassen als Chirurg in Barmen, gestorben am 25.4.1925 in Barmen (heute: Wuppertal-Barmen).

Sonstige Tätigkeiten: Seit 1903 Herausgeber des von ihm begründeten ärztlichen Standesblattes für die Rheinprovinz.

Werke:

-      "Die erste Hilfe bei schweren Verletzungen" 1893,

-      "Über Unterleibsbrüche" 1894,

-      "Über die Behandlung der paralytischen Klumpfüße" 1895, worin er die jetzt allgemein übliche Sehnentransplantation als erster ausführlich beschrieben und angewendet hatte,

-      "Über eine neue Methode der Radikaloperation der Hydrocele", 1900, die als "Operation nach Winkelmann" heute noch (2006) allgemein angewendet wird.

 

Links:

http://salerno.uni-muenster.de/data/bl/content/w/winkelma0001.htm

http://books.google.de/books?id=00-JossRL1sC&pg=PT192&lpg=PT192&dq=karl+winkelmann+Chirurg&source=bl&ots=QLBfYftlGl&sig=T2dGVpSKERlOliNXTBWzCYJkXdk&hl=de&sa=X&ei=TNeIUf7CDoWA4gTO74DgAg&sqi=2&ved=0CDYQ6AEwAQ

http://de.wikipedia.org/wiki/Hydrozele

http://www.urologielehrbuch.de/hydrozele.html

 

Links zu seinem Vater Eduard Winkelmann:

http://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_Winkelmann

http://de.wikisource.org/wiki/ADB:Winkelmann,_Eduard

http://www.deutsche-biographie.de/sfz34719.html