Das Süddeutsche Kartell - Ein Bund an sechs Hochschulen

Die Burschenschaft Allemannia Heidelberg hat sich seit ihrer Gründung im Jahre 1856 für den Zusammenschluss gleichgesinnter Verbindungen eingesetzt. So kam es am 18.5.1861 zur Gründung der „Allgemeinen Deutschen Burschenschaft” in Eisenach. Zunächst waren das allerdings nur sechs Burschenschaften an sechs verschiedenen Universitäten.

Dieses Sechserkartell, das bald den Namen „Süddeutsches Kartell” (SK) bekam, war der Kristallisationspunkt für weitere Burschenschaften, die sich 1881 zu einem Verband von 33, im wesentlichen liberal gesinnter Burschenschaften erweiterte. Innerhalb dieses Verbandes behielt das Süddeutsche Kartell allerdings seine gesonderte Stellung mit engem Kontakt untereinander.

Die Burschenschaft Allemannia Heidelberg ist Mitglied des Süddeutschen Kartells, zusammen mit den fünf Burschenschaften Germania Erlangen, Germania Tübingen, Gothia Königsberg (in Göttingen), Teutonia Jena und Teutonia Kiel. Keiner dieser Bünde ist Mitglied im Dachverband der Deutschen Burschenschaft. 

Innerhalb des SK besteht die Möglichkeit, ein anderes Band aufzunehmen, also Mitglied einer weiteren Burschenschaft des SK zu werden. Dieses enge Verhältnis zueinander hat im Laufe der letzten 150 Jahre dazu geführt, dass wir uns als

Eine Burschenschaft an sechs Hochschulen

verstehen, wobei die sechs einzelnen Bünde ihre organisatorische Autonomie bewahren.